VW Polo: Der neue Kleine, der eng mit dem Skoda Fabia und dem Seat Ibiza verwandt ist, wird als Zwei- oder Viertürer zu haben sein. Beide Varianten unterscheiden sich deutlich.
Auch in der 2009 debütierenden neuen Polo-Familie (zunächst als unterschiedlich geformte Zwei- und Viertürer) wird die Verbundlenkerachse beibehalten - auch beim neuen Polo Minivan, der gegen den Opel Meriva positioniert werden soll.
Allerdings wurde die ursprüngliche Idee verworfen, lediglich das Fahrzeugkonzept des Skoda Roomster zu adaptieren. Stattdessen ist jetzt mit einem Jahr Zeitverzug eine eigenständige Version für Familie, Freizeit und Hobby geplant. Auch in der Polo-Familie sollen neue Infotainmentsysteme mit Touchscreen- Display sowie neue Fahrerassistenzsysteme Einzug halten.
Passat erhält Facelift
Im Herbst 2010 wollen die Wolfsburger eine stark
überarbeitete Version des Passat präsentieren: Er bekommt ein
flacheres Gesicht, wobei der Grill bis an die weiter herumgezogenen
Scheinwerfer reicht. Die Rücklichter erhalten dagegen lediglich
eine neue Grafik. Dazu gibt es neue Motoren, darunter ein doppelt
aufgeladener Vierzylinder-Diesel mit 180 und 220 PS. VR6 TDI und
Vierventil-Reihenfünfzylinder-Diesel - beide fast fertig entwickelt
- blieben wegen des zu erwartenden höheren CO2-Ausstoßes auf der
Strecke. Selbst der Einsatz des VR6-Benziners im Passat ist deshalb
nicht sicher. Den starken Zweiliter-TDI soll auch der ebenfalls
Ende 2010 erwartete nächste Sharan bekommen, der erstmals auf dem
aktuellen Passat basiert.
Für die besonders drehmomentstarken Motoren steht zudem bald
ein neues Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DQ 500) bereit. Um
den Absatz des heutigen Passat zu befördern, soll dieser bereits
Ende 2008 mit einem Startstopp-System ausgerüstet werden. Es kann -
so Konzern-Aggregatechef Wolfgang Hatz - sowohl für Schalt- als
auch für Automatikgetriebe eingesetzt werden.
Nachfolger erst 2013
Für den Passat-Nachfolger ab 2013 wurden zwei Varianten
durchgerechnet. Ursprünglich sollte er die neue modulare
Längsplattform von Audi übernehmen und als Schwestermodell des A4
fungieren. Vorteil wäre die problemlose Übernahme des mittlerweile
eingeführten Technikbaukastens, Nachteil die zu enge Verwandtschaft
zum höher positionierten Audi. Inzwischen hat sich aber, so hört
man, die zweite Variante durchgesetzt: Der Passat VII bekommt die
neue modulare Querplattform, die 2011 serienreif sein und ihren
Ersteinsatz 2012 im Audi A3 erleben soll.
"Der neue modulare Querbaukasten wird ein Erfolg", verspricht Martin Winterkorn, "weil wir damit über alle Marken des Konzerns hinweg eine große Zahl unterschiedlicher Modelle und Karosserievarianten zu bezahlbaren Preisen anbieten können." Bei VW reicht das Spektrum vom Polo bis zum Passat. Darunter angesiedelt ist die Kleinwagen-Familie, die unter der Bezeichnung Up bereits zu sehen war. Nie war die Chance größer für die Marke, mit technisch und optisch überzeugenden Volks-Wagen in allen Klassen zu dominieren.