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Hersteller bauen kleine Zukunftsmodelle

28.08.2010 - 12:36 Uhr von Birgit Priemer
Ende 2011: VW Up - Nach der Markteinführung des VW Up soll
später noch eine längere Variante nachgeschoben werden.
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Ende 2011: VW Up - Nach der Markteinführung des VW Up soll später noch eine längere Variante nachgeschoben werden.

Das Segment der Klein- und Kompaktwagen gerät in Bewegung, selbst viele Premiumhersteller nehmen Kurs auf diesen Wachstumsmarkt. Ein Überblick über die nächsten Neuzugänge.

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Die weltweite Wachstumskurve zeigt, dass die Kleinen dabei sind, zu ganz großer Form aufzulaufen: In diesem Jahr werden weltweit rund 18,5 Millionen Kleinwagen verkauft, 2015 sollen es fast 25 Millionen sein. Kein Wunder, denn Premiumhersteller wie BMW, Mercedes und Audi besetzen angesichts strengerer CO2-Grenzwerte dieses Segment immer stärker und werden so die Nachfrage zusätzlich ankurbeln. 

VW startet New Small Family

Einer der größten Wachstumsmotoren kommt aber aus dem VW-Konzern: Wenn im Sommer 2011 die New Small Family startet, dann rollt gleich eine ganze Flotte an. Der 3,45 Meter lange VW Lupo-Nachfolger, der als Up in der Slowakei am Standort Bratislava entsteht, wird schließlich mit markentypischen Abwandlungen auch bei Audi, Seat und Skoda angeboten. Der Einstieg dürfte sich unter 10.000 Euro bewegen.

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Mercedes A-Klasse ohne Sandwichboden

Ganz so günstig sind Modelle der Premiumhersteller nicht zu haben, wobei besonders Mercedes sein Engagement im Klein- und Kompaktsegment enorm steigern wird. Das fängt an beim Nachfolgemodell der Mercedes A-Klasse, das keinen Sandwichboden mehr erhält, sondern eine klassische Frontantriebsplattform, auf der Zwei- und Viertürer, ein viertüriges Coupé und ein kompakter Offroader aufbauen. Die Mercedes B-Klasse bleibt als eigenständiges Modell mit doppeltem Boden erhalten, um auf dieser Basis alternative Antriebskonzepte bis hin zur Brennstoffzelle zu realisieren.

Smart Fortwo ab 2012 als E-Auto

Viel Bewegung wird es auch im Smart-Segment geben. Aus der Kooperation mit Renault entsteht die Nachfolgegeneration, die wiederum über Heckantrieb verfügt und in zwei Radstandsversionen als Zwei- und Viertürer aufgelegt wird. Aus Kostengründen verworfen wurde eine Variante mit Schiebetüren, weil sie dem französischen Partner zu teuer ist. Dabei wird der Name Smart immer mehr zum Synonym für umweltfreundliche Antriebstechnologien: Schon der aktuelle Smart Fortwo ist ab 2012 als E-Auto zu haben, und auch der Nachfolger wird als Stromauto ins Rennen geschickt - mit Batterien von Daimler sowie E-Motoren und Leistungselektronik von Renault. Der Zweitürer wird weiter im französischen Werk Hambach montiert. Der Viertürer, der bei Renault den Twingo ersetzt, läuft im slowenischen Werk Novo Mesto vom Band.

Mercedes-Kleinwagen möglich

Das allein würde reichen, um Mercedes künftig als Kleinwagenspezialisten zu bezeichnen - doch es geht noch weiter: Schließlich gibt es Überlegungen, unterhalb der Mercedes A-Klasse einen weiteren Fronttriebler zu etablieren. Gedacht wird an einen echten Mercedes-Kleinwagen, der es wie die erste A-Generation auf eine Länge von rund 3,60 Metern bringen soll. Ähnliche Ideen treiben auch BMW um. Der 1er ist bislang ein teures Kompaktmodell auf der Heckantriebsplattform des 3er - und bleibt es auch mit der Neuauflage 2011.

Deren Nachfolger soll aber auf Frontantrieb umgestellt werden, um ein besseres Raumangebot zu bieten. Dabei kann BMW Synergien mit der Mini-Familie schaffen: Die Basis des Countryman ermöglicht einen größeren Mini und einen BMW City im Bereich von vier Meter Länge. Das Stadtauto Project i wiederum ist eine komplette Eigenentwicklung mit der Vier als Leitzahl: Vier Türen, vier Plätze und das auf vier Meter Länge - so soll die erste Version ab 2013 im Werk Leipzig anrollen. Auch hier gibt es Überlegungen zu neuen Türkonzepten, die möglicherweise im Fond hinten an der C-Säule angeschlagen sind, aber die Entscheidung dar-über ist noch nicht getroffen.

Audi plant A2 Nachfolger

BMW konzentriert sich beim Project i auf Leichtbau, fertigt die Karosserie aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) und das Chassis aus Aluminium. Dort stecken die Komponenten des E-Antriebs: Batterie, E-Motor und Leistungselektronik. Die reine E-Version soll es mit einer Lithium-Ionen-Batterie auf rund 160 Kilometer Reichweite bringen. Für Langstreckenfahrer ist eine Variante mit 30 kW starkem Verbrennungsmotor als Range Extender geplant.
Und was macht Audi? Ganz einfach: Nicht nur einen Ableger des VW Up fertigen, sondern vor allem das Nachfolgemodell des A2 entwickeln - daran ließ Audi-Chef Rupert Stadler zuletzt auf der Premierenfeier des A7 keinen Zweifel.

Fiat 500 als Kombi

Dynamischer gestaltet als der Vorgänger, aus Stahl statt Aluminium und mit doppeltem Boden, um dort ebenfalls die Bauteile der Elektroversion unterbringen zu können. Ab 2014 soll der Viertürer vom Band rollen und bei Audi die Funktion des vorbildlichen Grünen übernehmen. Premiumhersteller auf dem Weg in Volumensegmente - Marken wie Opel und Fiat müssen da reagieren. Die Rüsselsheimer planen einen viersitzigen Mini auf einer verkürzten Corsa-Plattform mit E-Antrieb sowie einen Kompakt-SUV unterhalb des Opel Antara.

Fiat will hingegen die erfolgreiche 500-Reihe um einen zweitürigen Kombi namens Giardiniera ergänzen, der schon im nächsten Jahr mit einer Länge von 3,80 Metern auf den Markt kommt. Kleinwagen mit Kultcharakter - das könnte in der Automobilindustrie der Trend der nächsten Jahre werden.

Quelle: 2010 Motor-Presse Stuttgart
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